#1

RE: Zählspiel oder Stableford?

in So ist es super, so wäre es noch besser! 11.09.2012 23:05
von Andreas K | 198 Beiträge

Ich möchte den Vorschlag unterbreitet, das vorgabewirksame Turniere, die unser Club ausrichtet, grundsätzlich als Zählspiel für alle Netto-Klassen durchgeführt werden.

Begründung:

Die Golfregel 1-1 besagt:
Golf spielen ist, einen Ball mit einem Schläger durch einen Schlag oder aufeinander folgende Schläge in Übereinstimmung mit den Regeln vom Abschlag in das Loch zu spielen.

Und wer die wenigsten Schläge braucht, gewinnt das Wettspiel. So einfach ist das.

Der Grundgedanke ist also ein Brutto-Zählspiel für alle. Das ist die Ausgangsposition in unserm Sport und Abweichungen von diesem Fundament sollten wohl begründet sein.

Das Handicap System und das daraus resultierende Netto-Zählspiel erlaubt es uns die individuelle Leistung zu vergleichen und die größte Leistungssteigerung zu belohnen.
Das halte ich für vorbildlich im Sport und sicher ist dies ein großer Motivator für alle, die unseren Sport im Wettspiel bestreiten.
Deshalb bin ich für eine Netto Wertung. Bei der Stableford-Regelung sieht das aber anders aus.

Beim Wettspiel nach Stableford wird sowohl das Netto- als auch das Bruttoergebnis verfälscht. Der höchste erreichbare Score an einer Bahn ist ein Netto-Doppelbogey alle weiteren Schläge werden nicht gezählt.

Zwei Gründe werden angegeben warum es dieses Verfahren gibt.
1. Der Spielbetrieb würde aufgehalten, wenn Spieler jedes Loch zu Ende spielen müssten.
2. Die Frustration würde übermäßig, wenn ein extrem hohes Ergebnis an einer Bahn einem die Runde "versaut".

Zu 1.
Der Spieler ist nach den Regeln keinesfalls verpflichtet seinen Ball aufzuheben. Die Zeitersparnis ist nicht zwangsläufig gegeben. Des weitern lädt Stableford zum risikoreichen Spiel ein, da die "Höchststrafe" nur ein Doppelbogey ist. In der Regel ist konservatives Spiel das schnellere Spiel, weniger Suche nach Bällen und weniger Strafschläge. Erfolgreiches Zählspiel basiert auf risikobewussten Spiel.

Zu 2.
Ein Argument, dass nicht von er Hand zu weisen ist. Es gibt aber auch Spieler die sich mit einem guten Chip oder Putt wieder aufbauen auch wenn der Score nicht gut ist. Ob es weniger frustrierend ist den Ball nach der Hälfte der Spielbahn aufzuheben, sei dahin gestellt.

Das Stableford für den einzeln Spieler von Vorteil sein kann bezweifele ich nicht. Der Vergleich zwischen Spielern ist aber verfälscht. Ein Beispiel:
Spieler A spielt auf zwei PAR 4 Bahnen jeweils eine 5 und erhält somit 2 Bruttopunkte.
Spieler B spielt eine 8 und eine 4 und erhält ebenfalls 2 Bruttopunkte obwohl er 2 Schläge mehr gebraucht hat. Beide Spieler liegen in der Wertung gleich auf.

Das ist nicht im Sinne des Spiels.

Nicht ohne Grund werden Wettspiele auf Verbandsebene im normalen Zählspiel Modus ausgetragen.
Spieler die aus unserem Verein daran teilnehmen, würden davon profitieren unter den gleichen Bedingungen Turniere auf ihrem Heimatplatz zu spielen.

Nach meiner Erkenntnis werden Turniere, die nach Zählspiel durchgeführt werden, für die Stammvorgabe nach Stableford ausgewertet.

An der Berechnung des Handicaps ändert sich also nichts!

Der Vergleich der Spieler untereinander wird aber gerechter, wenn der "ehrliche Score" für die Platzierungen im Turnier ausgewertet wird.

In vielen anderen Clubs wird die Netto-Klasse A als Zählspiel durchgeführt. Warum nicht wenigsten die Netto-Klasse B ebenfalls als Zählspiel durchgeführt wird, erschließt sich mir nicht. In führenden Golfnationen wie der USA wird ausschließlich Zählspiel für alle durchgeführt.
Wenn wir uns die Ergebnisse des letzten großen Turniers "Mennhausen Cup" ansehen, stellen wir fest, das es nicht vom Handicap abhängt wie viele "Striche" gemacht werden. Es verteilt sich gleichmäßig auf alle Klassen. Warum also nicht Zählspiel ohne Stableford für alle.

Was meint den ihr?

LG

Andreas

[ Editiert von Administrator Andreas K am 13.09.12 16:58 ]


"Wenn Du denkst es ist schwierig neue Leute kennenzulernen, versuch mal den falschen Golfball aufzuheben."
nach oben springen

#2

RE: Zählspiel oder Stableford?

in So ist es super, so wäre es noch besser! 14.09.2012 10:04
von ThomasSchn | 11 Beiträge

Hallo Andreas,

grundsätzlich gebe ich Dir absolut recht. Das Zählspiel ist die ursprüngliche und auch deutlich interessante Version des Golfspiels.
Zu beachten ist auf jeden Fall das es für Anfänger und andere hohe Handicapper sehr frustrierend sein kann, da diese im Zählspiel
zum einen sehr hohe Ergebnisse erzielen und damit überhaupt keine Chance auf ein Erfolgserlebnis haben.


nach oben springen

#3

RE: Zählspiel oder Stableford?

in So ist es super, so wäre es noch besser! 15.09.2012 22:16
von michaelschadewaldt | 55 Beiträge

Also für die Spieler mit höherem Handicup ist das schlicht nicht machbar, die schlagen schon mal 120-140 Schläge, das macht dann keinen Spass mehr.


Michael Schadewaldt
nach oben springen



Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: JPetzold
Forum Statistiken
Das Forum hat 261 Themen und 542 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:


Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen