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Erfindung des Drivers

in Clubgeplauder 01.07.2017 17:55
von poller | 32 Beiträge

Über die Erfindung und Weiterentwicklung des Drivers raufen sich ja jedes Jahr auf's Neue ganze Heerscharen von Entwicklern aller großen Golfmarken die Haare. Sie alle wollen natürlich nur unser Bestes: unser Geld. Gut - vielleicht wollen sie auch ein wenig, dass wir mit einem neuen Driver ein paar Meter weiterschlagen oder wenigstens das Gefühl haben: hey, das Ding ist ja wirklich fehlerverzeihend. Dabei sollte man sich wirklich einmal auf die Entstehung des Drivers besinnen. Im Jahre 1033 wurde in Aosta, diesem schönen Ort mit vielen römischen Hinterlassenschaften in den italienischen Alpen, Anselm geboren. Nach einem aufregend verlaufenden Lebensweg wurde Anselm schließlich Erzbischof von Canterbury. Ihr erinnert Euch wahrscheinlich besser an einen seiner Nachfolger: Thomas Becket, der neben dem Job als Erzbischof von Canterbury auch noch den als Lordkanzler unter Henry II. inne hatte. Leider wurde der fähige Mann auf Betreiben seines Souveräns in Canterbury ermordet, dafür aber später auch heiliggesprochen. Der gegenwärtige Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, ist übrigens ein früherer Erdölmanager. Als solcher muss er einfach auch das Golfspiel mit in sein kirchliches Amt eingebracht haben. Zurück zu Anselm.Mit der Würde eines Erzbischofs von Canterbury ist man gleichzeitig auch Boss der Anglikanischen Kirche, vor allem aber Besitzer eines Bischofsstabes. Mit diesem stolzierte Anselm, ich weiß es nicht mehr genau, aber ich glaube in der Nähe des heutigen Golfclubs "The Royal St. George's Golf Club" oder des "Prince's Golf Club" in der Sandwich Bay herum. Jedenfalls beobachtete er eine Gruppe Männer jeglichen Alters, die er zum Teil aus seiner Kathedrale als Kirchgänger kannte, die mit hölzernen Stöcken einen weißen Ball versuchten möglichst weit zu schlagen. Anselm besah sich seinen Bischofsstab, hatte eine Idee und fragte die Spieler, ob er auch mal einen Schlag versuchen dürfte. Natürlich - alle überschlugen sich und teeten seiner Eminenz, dem Erzbischof, einen Ball auf. Der schwang sein Lithurgisches Gewand zur Seite, drehte seinen Bischofsstab um, der länger war als alle Stöcke der ihn umringenden Spieler, und drosch den Ball mit der vergoldeten Krümme seines Bischofsstabes auf eine erstaunliche Länge. Es war dies die Geburtsstunde des modernen Drivers, der seither jährlich in immer neuen Varianten unters Golfvolk kommt. Natürlich wurde auch Anselm später heiliggesprochen. Mir ist die Begründung entfallen, war es wegen seiner kirchlichen Verdienste oder wegen der Erfindung des Drivers? Höchstwahrscheinlich war der heiligsprechende Papst selbst Golfspieler. Als Atheist amüsiert mich diese andauernde Heiligsprechung aus den fadenscheinigsten Gründen außerordentlich. Dass aber ein Papst einen früheren Erzbischof vermutlich wegen der Erfindung eines besonderen Golfschlägers heiligspricht, chapeau - à la bonne heure!
findet Poller

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