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Golf und Evolution

in Clubgeplauder 24.04.2016 11:04
von poller | 25 Beiträge

Hallo gläubige und nicht gläubige Golferinnen und Golfer,
habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht was die Evolution noch mit uns Golfern vorhat? Allgemein schreiben wir ja die Evolutionstheorie dem guten alten Charles Darwin (1809-1882) zu. Aber schon 100 Jahre früher hat der Franzose Georges Buffon Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Vogelarten und Vierfüßlern festgesellt und beobachtet, dass manche anatomischen Merkmale völlig überflüssig sind (z. B. die Zehen des Schweins oder der Appendix unseres Blinddarms). Schon Darwins Großvater Erasmus neigte der Auffassung zu, dass alle lebenden Organismen einen! gemeinsamen Vorfahren hätten. Also nix mit 1. Buch Moses, Genesis in sieben Tagen und so. Der Franzose Jean-Baptiste de Monet, Chevalier de Lamarck (1744-1829) wiederum stellte fest, dass die Giraffen einen langen Hals haben, weil die Nahrung spendenden Bäume ihrer afrikanischen Heimat so hoch wuchsen, und dass die Schlangen ihre Beine verloren haben, weil sie diese für die Fortbewegung nicht benötigten.
Die Theorie unseres Charles Darwin basiert auf der natürlichen Auslese, "survival of the fittest" (Überleben des Stärkeren). Auf seiner fünf Jahre dauernden Expedition mit H.M.S. "Beagle" hat er den streng gläubigen Captain Robert FitzRoy, späterer Gouverneur von Neuseeland, wahnsinnig gemacht mit seiner Theorie, dass die Schöpfungsgeschichte Nonsens sei, wir vom Affen abstammen, eine andauernde natürliche Selektion stattfindet usw. usw. Aber was bedeutet das alles für den Golfer von heute?
Zunächst einmal, wenn der fitteste Golfer überleben will, muss er sein Equipment unbedingt beim Pro fitten lassen. Da wir immer mehr motorisiert werden, auf dem Golfplatz die Benutzung von Carts zunimmt, ist davon auszugehen, dass uns bei der weiteren Fortpflanzung, wie bei den Schlangen, bald die Beine abhandenkommen. Verzögert wird dieser Prozess allerdings dadurch, dass die Clubmitglieder immer älter werden und darunter die Fähigkeit zur Fortpflanzung etwas ins Stocken gerät. Golf-anatomisch gesehen haben wir bereits heute eine ganze Reihe von Körperteilen, die für das Golfspiel eigentlich total entbehrlich sind. Die fünf Zehen an jedem Fuß z. B., und die dann noch mit wachsenden Nägeln versehen, total überflüssig. Die überalternden Clubmitglieder kommen kaum noch mit der Nagelschere ran, die Socken müssen schon mit Anziehhilfen übergestreift werden und verhaken sich zudem schweißtreibend ständig in den schlecht geschnittenen Nägeln. Na ja, auch der Wurmfortsatz des Blinddarms ist für Golfspieler total entbehrlich. Bei Entzündung und Operation hält er uns nur 14 Tage vom Spielen ab. Von den Mandeln gar nicht zu reden. Insgesamt haben Golferinnen und Golfer 20 überflüssige Körperteile, Weisheitszähne, 3. Augenlid, Körperbehaarung, äußere Ohrmuskeln, Nasenscheidewand-Grübchen, Nasennebenhöhlen, um nur einige zu nennen. Ich glaube, dass die weiter fortschreitende Evolution diese für Golfspieler nichtsnutzigen Körperteile im Laufe der Zeit einfach wegrationalisiert.
Mit evolutionärem Gruß
Poller

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