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RE: 1 Spieltag Jungsenioren I, Teil 2

in Jungsenioren AK 35 06.05.2013 10:58
von Andreas K | 199 Beiträge

Nach den "kühlen" Ergebnissen, jetzt noch ein Bericht aus meiner persönlichen Sicht.

Auf nach Achim!
Vor 2 Jahren haben wir uns in Achim den Aufstieg in die zweit höchste Spielklasse in Niedersachsen gesichert. Offensichtlich keine schlechte Wiese für uns alle.

Der Club in Achim steht in dem Ruf besonders lange Wege zwischen den Tees zu haben. Das stimmt auch teilweise. Gerade wenn man 36 Loch spielt (wie bei den Jungsenioren üblich), dann hat man schon einen ordentlichen Fußmarsch vor sich. Zumal der Platz von den hinteren Abschlägen (PAR 74) stolze 6460 Meter lang ist.

Trotzdem spiele ich dort gern, weil, bis auf ein 422 Meter PAR 4, die Längen genial verteilt sind, so dass der Platz sich nicht besonders lang spielt. Es gibt kaum Bahnen die parallel zueinander laufen, auch das finde ich schön.

Jetzt zum Spiel. Unser Gegner, der GC Oldenburger Land, ist gerade aus der 1. Liga abgestiegen. Das allein macht noch keinen Favoriten, aber der Blick auf die Handicaps verriet, dass ein paar wirklich gute Spieler bei den Oldenburger am Start waren. Allerdings brauchten wir uns nicht zu verstecken, da wir den mehr ausgeglichene Kader haben.

Die Vierer am Vormittag zeigten dann auch, dass wir mithalten konnten.
Unser an 1 gesetztes Doppel mit Gerold Jansem und Volker Windhorst hielt sich wacker bis Bahn 12. Dann setzte sich das stärker besetzte Team durch (Roman und Vokke aus Oldenburg haben zusammen ein Handicap von 8,4 !). Das Spiel wurde 4 auf 3 verloren, somit stand es 1:0 für Oldenburg.
In den beiden anderen Paarungen ging es besser. Sowohl Hans Möller und Thomas Muder, als auch Manfred Wacker und Georg Janhsen gewannen ihre Partien souverän mit 5 auf 4.
Damit stand es 2 zu 1 für uns. Ein eher seltenes Ergebnis. Normaler weise laufen wir nach dem Mittag einen Rückstand hinterher.

Ich vergnügte mich derweil auf der Drivingrange. Über 3 Stunden einschlagen ist wohl nicht die allerbeste Vorbereitung auf die Runde, aber der Reihe nach.

Im Zweier war zuerst Gerold Jansem dran. Hier wiederholte sich der Spielverlauf vom Morgen. Gerold lag zwischenzeitlich sogar in Führung aber am Ende setzte sich der Favorit Roman mit 3 auf 2 durch.

Ich war an Position 2 gesetzt und hatte es mit Dr. Vokke Mayer (Hdcp 5,0) zu tun.
Mit meinem nagelneuen Driver setzte ich den ersten Abschlag schnurgerade weit über 200 Meter auf das Fairway und war guter Dinge hier eine hervorragende Runde zu spielen. Schon der nächste Schlag belehrte mich eines besseren. Von nun an wechselten sich fett getroffene Bälle, Slice und gerade so akzeptable Schläge ab. Es war wie verhext. Ihr kennt das sicher auch, wenn man überhaupt kein Gefühl für den eigenen Schwung bekommt. Grausam!

Nach 7 Bahnen lag ich 5 down! und Vokke musste nicht mal besonders gut spielen, um so hoch in Führung zu gehen.

Auf der 8 (PAR 5) ging es dann erstmals besser. Ich lag mit 3 Schlägen auf dem Grün ca. 3 Meter zur Fahne. Vokke musste mit Schlag 4 noch 120 Meter überbrücken, da er vorher ein paar Probleme hatte. Sein Schlag landete 30 cm neben der Fahne zum geschenkten Par. Mann! So geht es halt im Lochspiel. Ich schaffte es wenigstens das Loch zu teilen. Psychologisch bestimmt nicht ein guter Moment für mich aber ich spielte von nun an besser.

Auf dem Rest der Runde spielte ich nur noch 2 Bogeys und lag an der 18 nur noch ein Loch zurück.
Auf der letzen Bahn, einem 160 Meter PAR 3 hatte ich die Ehre. Über den See auf die kurz gesteckte Fahne, bei Seitenwind war die Ausgangssituation.
Mit einem Eisen 6 legte ich den Ball direkt neben das Loch (so sah es jedenfalls vom Abschlag aus, in Wirklichkeit lag der Ball gut 4 Meter hinter der Fahne).
Ha! Jetzt musste Vokke mal Nerven beweisen...

... Das tat er dann leider auch. Sein Eisen 6 landete zwar kurz vor dem Grün aber ein leichter 4 Meter Chip lies ihn das Par retten. Ich hatte noch meinen Birdi-Putt, um den Ausgleich zu holen. Kein schlechter Putt aber auf den hoppeligen Grüns leider daneben. Vokke hatte 1 auf gewonnen. Ein tolles Spiel ging mit einem verdienten Sieger zu Ende.
Leider bedeutete das auch, dass Oldenburg nun 3 zu 2 führte.

Hans Möller spielte an 3 gesetzt und ich war schon etwas überrascht, dass er gegen Uwe Noster 3 auf 2 verlor. Trotz Hdcp-Nachteil hatte ich Hans leicht vorn gesehen.
4 zu 2 für Oldenburg, jetzt musste der Rest gewonnen werden.

Manni Wacker, Thomas Muder und Volker Windhorst taten das dann auch aber es war wieder einmal bis zum Schluss extrem spannend.
Gesehen habe ich davon nicht viel. Nur Manni an der 18. Wo sein Gegner zwei Bälle hintereinander im See versenkte (Vokke! Das hättest du ruhig auch mal machen können!).
Von Thomas und Volker weis ich, dass beide schon zurücklagen und mit großem Kampf und tollen Schlägen ihre Matches noch drehten. Sicherlich eine eigene Geschichte wert.

Ein spitzen Tag ging mit einem knappen Sieg zu Ende.
Nun müssen wir in 3 Wochen gegen Ostfriesland I auf ihrem Heimplatz in Wiesmoor ran. Eine schwere Aufgabe. Ich freue mich schon drauf.

Übrigens, Glückwunsch an unsere Zweite Mannschaft. Wäre doch super, wenn wir zusammen am Ende der Saison feiern könnten. Beim Lochspiel ist alles möglich!



Andreas


"Wenn Du denkst es ist schwierig neue Leute kennenzulernen, versuch mal den falschen Golfball aufzuheben."
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